(kunid) Jeder zweite Pensionist hat weniger als 1.291 Euro brutto monatlich, besagt eine aktuelle Untersuchung der Statistik Austria. Immer mehr Menschen beziehen Pensionen, gesamtgesellschaftlich „geht sich das in punkto Lebensstandard nur aus“, wenn man auch persönlich Vorsorge trifft.

Seit 1970 ist die Zahl der ausbezahlten Pensionen aus der Pensionsversicherung um mehr als 80 Prozent gestiegen.

Die durchschnittliche Alterspension lag bei 1.475 Euro brutto, jeder Zweite bekommt weniger als 1.291 Euro im Monat, wie aus den jüngsten Zahlen der Statistik Austria hervorgeht.

Aktueller Stand der Auszahlungen

Im Vorjahr haben in Österreich 2,338.499 Personen eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung und bzw. oder eine Beamtenpension bezogen.

Um mehr als 83 Prozent hat die Zahl der Pensionen und Renten aus der Pensionsversicherung seit 1970 zugenommen. Betrug deren Zahl 1970 noch 1,276.151, so waren es 2017 bereits 2,340.656.

Angestiegen ist auch die Zahl der Ruhe- und Versorgungsgenüsse aufgrund einer Dienstpragmatik: von 266.935 auf 322.728.

Deutlich abgenommen haben hingegen Pensionen und Renten aus der Unfallversicherung: von 119.882 im Jahr 1970 auf nunmehr 96.385. Inklusive Kriegsopfer-, Heeresversorgungs-, Opferfürsorge- und Kleinrenten erhöhte sich die Gesamtzahl der Pensionen und Renten damit von 1,923.876 im Jahr 1970 auf 2,774.332 im Vorjahr.

Anzahl der Pensionen

Insgesamt betrug 2017 die Anzahl der Pensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung 2,340.656. Der weitaus überwiegende Teil davon (1,980.650) betraf die Pensionsversicherung der Unselbständigen, 360.006 Pensionen zählte die Pensionsversicherung der Selbständigen (Gewerbliche Wirtschaft, Bauern, Notare).

In der Summe sind neben Alterspensionen auch Invaliditäts- und Erwerbsunfähigkeitspensionen, Witwen- und Witwerpensionen sowie Waisenpensionen enthalten.

1,682.486 Alterspensionen wurden ausgezahlt; diese Zahl umfasst auch Invaliditäts- und Erwerbsunfähigkeitspensionen ab dem 60. (Frauen) bzw. 65. Lebensjahr (Männer).

Neben 1,603.362 normalen Alterspensionen zählen auch 1.947 vorzeitige Alterspensionen bei langer Versicherungsdauer, 38.902 Pensionen für Langzeitversicherte, 20.420 Schwerarbeitspensionen und 17.855 Korridorpensionen in diese Kategorie.

Durchschnittspension

Die Durchschnittspension, das arithmetische Mittel der monatlichen Bruttopensionen inklusive Zulagen, Zuschüssen aber ohne Pflegegeld und zwischenstaatliche Teilleistungen betrug im Vorjahr quer über alle Pensionsarten und Pensionsversicherungsträger 1.277 Euro.

Früher unselbständig Erwerbstätige erhielten durchschnittlich 1.475 Euro Alterspension. Der Durchschnittswert in der SVA der gewerblichen Wirtschaft liegt bei 1.592 Euro, in der SVA der Bauern dagegen bei nur 868 Euro.

Zum Vergleich: Das mittlere Bruttojahreseinkommen unselbständig Erwerbstätiger betrug laut Statistik Austria im Jahr 2016 (letzter verfügbarer Wert) 27.051 Euro.

In der Unfallversicherung betrug die durchschnittliche Versehrtenrente im Dezember 2017 monatlich brutto 448 Euro für Männer und 267 Euro für Frauen.

Jeder Zweite hat weniger als 1.291 Euro Alterspension

Der Median, also der Betrag, unter dem die Hälfte aller Pensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung liegt, betrug im Dezember des Vorjahres 1.095 Euro. Dieser Wert inkludiert Zulagen und Zuschüsse, nicht aber Pflegegeld und zwischenstaatliche Teilleistungen.

Auch der Median umfasst neben Alterspensionen auch Invaliditäts- und Erwerbsunfähigkeitspensionen, Witwen- und Witwerpensionen sowie Waisenpensionen.

Den höchsten Median weisen die Alterspensionen auf, er liegt bei 1.291 Euro. Große Unterschiede gibt es je nach Versicherungsträger und zwischen den Geschlechtern (Median Männer 1.905 Euro, Frauen 951 Euro). Den höchsten Median weist die Gruppe der männlichen ehemaligen Angestellten mit 2.443 Euro auf, den niedrigsten die der Frauen in der SVA der Bauern (605 Euro).

All das oben Stehende berücksichtigend: Nur eine private Pensionsversicherung kann dafür sorgen, dass die Lebensqualität auch am Lebensabend gehalten werden kann. Fragen Sie dazu Ihren persönlichen Berater.